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Shopping – Verbraucherrechte

Die Europäische Union hat seit vielen Jahren die Ansprüche von Onlinekunden deutlich verbessert und harmonisiert. Das gilt vor allem für den digitalen Einkauf innerhalb der EU.

Im Internet einzukaufen hat viele Vorteile. Die Waren sind meistens günstiger. Doch das ist gar nicht einmal der Grund für einen Onlinekauf. Vielmehr geht es darum, Zeit bei der Suche und beim Kauf zu sparen. Wer ein bestimmtes Produkt sucht, muss in den Geschäften vor Ort meistens lange suchen. Ist die Ware erst einmal gefunden, kommt das Anstehen an der Kasse. Für viele ist das nicht mehr tolerierbar. Der Onlinekauf ist also praktisch bei jeder Produktart in den Fokus geraten. Viele Ladengeschäfte haben sich zudem das eigene Grab geschaufelt, da sie nicht an die Zukunft dachten und so das Potenzial an die Onlinegeschäfte verschenkten.

Unglaublich schneller Versand

Wer heute etwas bestellt, stößt dabei immer öfters auf den Blitzversand in nur 24 – 48 Stunden. Früher galt das als Luxus, heute würde man wohl eher von einem Standard sprechen. Es wird sogar meistens von den Kunden bei einem Onlinekauf erwartet.

Kreditkarte wird genutzt

Für den Onlinekauf wird fast immer der Onlinekauf genutzt. Das liegt vor allem daran, dass nur wenige Versandhändler heute noch den Kauf per Rechnung anbieten. Amazon hingegen bieten den Rechnungskauf nach wie vor für den eigenen Versand mit an.

Früher wurden Gebühren für die Kreditkartenzahlung erhoben. Das darf heute nicht mehr sein. Wer mit der Karte bezahlt, muss in keinem EU-Land mehr gesonderte Gebühren bezahlen. Das gilt übrigens auch für andere Zahlungsarten ab 2017/18. Erhebt ein Händler einen Aufschlag für eine Zahlungsart, darf diese bald nicht mehr berechnet werden.

Widerruf – Rückgaberecht

credits: Stephanie Hofschlaeger /pixelio.de

Auch das ist ein Vorteil beim Onlinekauf. Aus diesem Grund kauft heute fast jeder seine Kleidung online. Denn er hat überall in der EU ein Rückgaberecht (Widerruf) von mindestens 14 Tagen. Amazon ist hierbei Vorreiter. Dort gilt für alle Angebote ein Widerrufsrecht von 30 Tagen. Übrigens gilt dieses natürlich nur beim Onlinekauf. Nicht jedoch im Ladengeschäft. Im Laden kann jeder Verkäufer die Rückgabe ablehnen, es gibt keinen gesetzlichen Anspruch dazu.

Bei Widerruf zu beachten

Jeder Versandhändler muss beim Onlinekauf auf das Widerrufsrecht und die Frist genau hinweisen. Die Frist beginnt erst, wenn der Händler den Kunden darüber informiert und dieser seine Ware bekommen hat. Unterlässt der Händler beim Onlinekauf jedoch diese Information, kann der Käufer seine Ware unbefristet zurückgeben. Und das auch noch Jahre später.

Warum und wieso

Das neue Widerrufsrecht hat auch Schattenseiten. So ist es bei kleineren Unternehmen oft nötig, ein Formular auszufüllen und dieses der Lieferung beizulegen. Das kostet zusätzliche Zeit. Der Käufer muss beim Rückversand ausdrücklich den Widerruf erklären. Hierzu sollte immer bei unbekannten Shops, ein kurzer Satz mit „Widerruf der Bestellung vom XXXX (Kundennr. XXX / Rechnung XXX)“ der Ware für den Rückversand beigefügt werden.

Ein Widerruf kann auch fernmündlich erfolgen. Aber auch hier gilt: Ist der Shop unbekannt oder handelt es sich um einen kleinen Anbieter, sollte der Widerruf unbedingt schriftlich erfolgen. Erfolgt der Widerruf bei teuren Waren, raten wir bei kleinen Shops unter Umständen dazu, die Widerrufserklärung per Einschreiben zu übersenden, um so abgesichert zu sein. Denn auch hier gilt: Behauptet der Händler, das ein Widerruf nicht erfolgt ist oder nicht fristgemäß, muss er die Ware nicht mehr annehmen.

Beachten Sie aber bitte auch, dass für bestimmte Waren ein Widerruf grundsätzlich ausgeschlossen ist. Dazu gehören CD, DVD, Software, Heizöl, bestimmte Lebensmittel, etc. Eine Rückgabe ist nur dann möglich, wenn diese Waren beschädigt waren.

Wer trägt die Versandkosten

Wer bei Amazon bestellt muss sich darüber als Prime-Kunden keine Sorgen machen, sofern die Artikel von Amazon direkt versandt und verkauft werden. Allgemein gilt aber mittlerweile, dass der Kunde die Versandkosten im Onlinekauf tragen muss. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn die Ware mangelhaft gewesen ist. Früher musste der Händler ab 40 Euro Warenwert den Versand bezahlen. Das wurde geändert. Die großen in der Branche lassen es aber bei den alten Regelungen.
Der Kunde ist beim Onlinekauf also durchaus besser gestellt, als die gesetzlichen Vorgaben es verlangen würden.

Lieferung am selben Tag beim Onlinekauf

Was Ladengeschäfte als ihren Vorteil hätten nutzen können, haben sie verspielt. Stattdessen haben es die großen Anbieter aufgegriffen. Sie bieten nur bei einigen Produkten sogar die Lieferung noch am gleichen Tag. Was bis 10 oder 12 Uhr bestellt wurde, kann gegen Abend noch angeliefert werden. Möglich macht das ein Service durch DHL, die auch frische Lebensmittel zu Wunschzeiten anliefern. Amazon ist hier einer der Vorreiter beim Onlinekauf.

Nachteil für den kleinen Betreiber

Trotz der zahlreichen Regelungen, die einer wahren Bürokratie nachkommen, ist es für die Onlineshops, die wir immer wieder in unseren Empfehlungen vorstellen, zu einem wahren Monster geworden. Wer online etwas verkaufen möchte, muss unzählige Punkte beachten. Das kostet Zeit und Geld. Hinzu kommen die Suchmaschinen. Auch hier muss daran gedacht werden, das viele Shops enorme Mengen Geld investieren müssen, damit sie überhaupt gefunden werden. Die neuen Regelungen beim Onlinekauf, die in den letzten Jahren durch die EU geschaffen wurden, sind sicherlich für die Verbraucher zu begrüßen, für die Shops aber negativ zu betrachten. Es führte dazu, das kleine Anbieter kaum noch Chancen haben und sich das meiste Geschäft heute auf Amazon und eBay abspielt. Es ist also eine direkte Abhängigkeit entstanden. Indirekt könnte man schon beinahe von einem Monopol sprechen.

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